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Der Kindergarten ruft! Wie ihr euer Kind darauf vorbereiten könnt

Der Kindergarten ruft: 7 Tipps, wie ihr die Kindergartenmunterkeit bis im Sommer unterstützen könnt #kindergarten

Text Sabrina Forrer / Bilder Isabelle Kade – Gerade erst hat das neue Jahr begonnen und doch sausen die Monate bekanntlich nur so an uns vorbei. Mit andern Worten – bald ist August. Bei uns heisst das: Hallo Kindergarten! Das Louloukind ist im Sommer 4 ½ Jahre alt und kommt somit ins kleine Kindergartenjahr.

In vielen Familien wurde dieser Tage diskutiert, ob das Kind denn schon «reif» sei für den Kindergarten. Ich finde die Begrifflichkeit ein bisschen schwierig… Klingt in meinen Ohren nach «reif für die Insel». Nicht sonderlich affirmativ. Ich nenn es eigentümlicherweise gern kindergartenmunter, aber jeder wie er mag.

Wann ist denn das Kind «munter für den Kindergarten»? Das habe ich mich in den vergangenen Wochen oft selbst gefragt. Und was kann ich tun, es in seiner Entwicklung bezüglich Kindergartenmunterkeit zu bestärken? Weil ich selbst keine gute Antwort darauf hatte, habe ich einen Familienfreund befragt, der im Kindergarten unterrichtet.

7 Tipps, wie ihr euer Kind unterstützen könnt

Attendre – ein wichtiger Begriff im französischen Erziehungsstil: So gern wir unseren Prinzen und Prinzessinnen JEDEN Wunsch AUGENBLICKLICH erfüllen würden, so wichtig ist es auch, dass sie einfach kurz warten können.

Wer viel spielt, muss auch mal aufräumen: Anfangs machen wir Muttis und Vatis das natürlich direkt selber – geht ja auch viel schneller. Nun wird’s aber höchste Eisenbahn, das Kind miteinzubeziehen. Allmählich kann es dann kleine Teilbereiche des Kinderzimmers komplett im Alleingang aufräumen.

Kompetentes Kindergartenkind: Der Weg in den Kindergarten will ganz viel geübt sein. Wo ist die beste Stelle für die Überquerung der Strasse? Wo muss ich besonders gut aufpassen? Dafür ist JETZT die richtige Zeit.

Hilf mir, es selbst zu tun: Wer nicht eh schon ein bisschen Montessori-inspiriert lebt, ist womöglich versucht, dem Kind oft einfach schnell die Strümpfe und das Kleid überzuziehen. Schnell seine Ovomaltine zuzubereiten. Schnell seinen Bastelplatz aufzuräumen. Schnell sein Gesicht zu waschen und seine Haare zu kämmen. An alle diejenigen: Kopf hoch! Hopfen und Malz sind nicht verloren, denn noch fährt zum Glück ein Schnellzug Richtung Selbstständigkeit. Die Devise? Einfach machen lassen. Tageskleidung, Pyjama, Schuhe, Finken und Jacke selber an- und ausziehen lassen. Den Tisch selber decken lassen. Die Morgentoilette selber gestalten lassen. Das Kind braucht dafür genügend Zeit im Alltag und bestenfalls auch eine gut eingerichtete Umgebung, die ihm die Selbstständigkeit erleichtert.

Augen auf den Kompagnon: Bedürfnisse anderer wahrnehmen zu können, ist gar nicht so einfach. Ein Kind darauf zu sensibilisieren jedoch eine total alltägliche Angelegenheit, auf die jetzt ein primärer Fokus gelegt werden kann.

Me, myself & I: Bei einigen Kindern ist eher aparte Schüchternheit das Thema. Für eine gesunde Kindergartenmunterkeit ist es aber wichtig, seine Meinung äussern und vertreten zu können. Dies kann jetzt noch in möglichst unterschiedlichen Alltagskontexten geübt werden.

Schnürsenkel olé: Ach ja, Schuhe binden, Reissverschluss selber zumachen & Co. wäre dann gemäss meinem befreundeten Kindergartenlehrer das allerhöchste der Gefühle. Viel wichtiger findet er tatsächlich die oben beschriebenen emotionalen Punkte.

Das braucht’s für den Kindergarten

  • Kindergartentasche
  • Znüniböxli
  • Turnsäckli
  • Sportkleidung
  • Geräteschuhe 
  • Finken
  • Malschürze 
  • Reflektoren und Leuchtgadgets für das Täschchen oder die Jacke
  • Womöglich kommen noch ein, zwei weitere Sachen hinzu, je nach Kindergarten

Wichtig sind auch funktionale Kleidung, Rucksäcke und Schuhe. Als Lehrperson ist man einfach total froh, wenn die Kinder dem Wetter und den Begebenheiten (Waldmörgen und diverse andere Ausflüge sind in vielen Kindergärten an der Tagesordnung) angepasst angezogen sind. Hier geht Funktionalität vor und das Tüllfieber des Kindes muss möglichenfalls für einmal übergangen werden.

Nun wünsch ich euch ein munteres Halbjahr bis zum August und viele wundervolle Alltagsmomente mit euren Kindern.

Der Kindergarten ruft: 7 Tipps, wie ihr die Kindergartenmunterkeit bis im Sommer unterstützen könnt #kindergarten

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Bilder: © Mini & Stil by Isabelle Kade

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3 Comments

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    Reply
    Nathalie
    15. März 2019 at 6:28

    Liebe Kindergarten-Eltern

    Macht euch doch bitte keine Sorgen darüber ob euer Kind „bereit“ ist in den Kindergarten zu gehen. Wir nehmen es gerne an der Hand un nehmen es mit auf die Kindergartenreise. Egal wie viel euer Kind bereits gesehen hat und wie viel es kann, es darf auch mit! Und egal wie schnell es rennen kann, wie gut es zeichnen oder sich anziehen kann, es ist einfach gut, so wie es ist! Wir nehmen es mit auf unsere Reise, genau so wie es ist!

  • Sabrina Forrer
    Reply
    Sabrina Forrer
    15. März 2019 at 9:44

    Liebe Nathalie
    Sorgen machen wir uns hoffentlich nicht – Gedanken jedoch sind nicht verkehrt, denk ich. Sanfte Unterstützung vom Elternhaus sicher auch nicht. Dennoch ist es natürlich total schön, wenn Lehrpersonen so entspannt sind wie du. Vielen dank ☺️

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    Reply
    Brigitte
    18. März 2019 at 15:08

    Liebe Nathalie! Das hast du so wundervoll formuliert und auf den Punkt gebracht… Die Realität sieht leider oft anders aus. 🙁 Ich wünschte mir, es gäbe mehr von diesen Pädagogen/innen, die es als selbstverständlich erachten, dass Kinder eben verschieden sind.

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